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Dünndarm-Fehlbesiedelung

23.06.2019
Von Olivia Schütz.

Eine bakterielle Fehlbesiedelung des Dünndarms (Overgrowth Syndrom) ist ein tückisches weil besonders schnell übersehenes Krankheitsbild des Verdauungstraktes.

Wenn man von Darmflora spricht, meint man damit im speziellen den Dickdarm, da dieser mit den wichtigen und nützlichen Bakterien besiedelt ist, die unser Körper so dringend braucht. Im Dünndarm dagegen finden wir im Vergleich zum Dickdarm kaum Bakterien, da dieser Darmabschnitt eine andere Funktion besitzt und dafür keine Bakterienbesiedelung benötigt.

Folglich ist es so, dass man in einer Stuhluntersuchung vom Labor im speziellen ein Abbild der Vorgänge des Dickdarmes abholt. Prozesse im Dünndarm können hierbei leicht übersehen werden.
Durch „Störfaktoren“ wie Antibiotikaeinnahme, extreme Stuhlverstopfung, Laparoskopien oder Missbrauch von z.B. Immodium Akut kann es passieren, dass Bakterien aus dem Dickdarm es schaffen, in den Dünndarm, hochzuwandern und es dadruch zu einem regelrechten mikroökologischen Supergau im Darm kommt.
Der pH Wert im Dünndarm verändert sich dadruch und die Enzyme der Bauchspeicheldrüse, sowie die fettverdauuenden Gallensäuren werden in ihrer Funktion ausgehebelt – es kommt zu unschönen Symptomen wie:
häufiges Aufstoßen, laute Darmgeräusche, Durchfälle nach Genuss von Zucker und Fett, Mundgeruch, aufgebläht sein und Blähungen.

Den Patienten geht es also sehr schlecht, der Stuhlbefund sieht jedoch in der Regel unauffällig aus und die reguläre Behandlung greift nicht, kann die vorhandenen Symptome sogar noch verschlimmern.

In meiner Praxis lasse ich daher bei auch nur leichtem Verdacht auf eine Dünndarmfehlbesiedelung meine Patienten einen Test hierzu durchführen, um effizient und zielgerichtet behandeln zu können und jede diagnostische Lücke sauber zu schließen.